Sendschreiben des Fördervereins Burg Wersau September 2013

Neues von der Burg Wersau
Sendschreiben des Fördervereins Burg Wersau
September 2013
Liebe Mitglieder des Fördervereins Burg Wersau!
Hier kommen die Neuigkeiten rund um unsere ehemalige Burg.
Im September Sendschreiben finden Sie:
  1. Fragwürdiger Fund
  2. Kinderfreizeit „Ein Tag auf der Burg“
  3. Tag des offenen Denkmals 8.September
  4. Historisches Schmankerl

  1. Fragwürdiger Fund
Es liegt schon einige Wochen zurück, dass einer der Jungarchäologen in einem bisher völlig fundlosen Graben einen Anhänger fand. Dirk Müller, Vorsitzender des Fördervereins, begab sich zusammen mit Mitgliedern des Arbeitskreises und einem Goldschmied auf Spurensuche.
Viele Telefonate später war klar: Es handelt sich um die älteste dänische Münze um das Jahr 900, bekannt als „Dänische Drachenmünze“. Doch wie kommt die auf die Wersau? Nach weiteren Recherchen stellte sich heraus, dass diese Münze in Nachbildung als Amulett von zahlreichen modernen „Mittelaltershops“ vertrieben wird. Die Replik lässt sich vom Original durch einen Stempel unterscheiden. Auf unserem Fundstück klafft jedoch an der Stelle, wo der Stempel sitzen müsste, ein rechteckiger Durchschlag.
Förderverein und Arbeitskreis gehen nun zu 95% davon aus, dass sich jemand einen Scherz erlaubt hat.
Unsere Arbeit rund um die ehemalige Burg Wersau ist gewissenhaft und profund und wird von vielen Menschen gewürdigt. Daher gelang es, diesen Fund dort einzuordnen, wo er höchstwahrscheinlich hingehört: Ins Reich der Gaukelei.
  2. Kinderfreizeit
Die Kinderfreizeit „Ein Tag auf der Burg“ am 3. September, veranstaltet von den Freunden Reilinger Geschichte e.V. und dem Arbeitskreis Burg Wersau, war bei strahlendem Wetter ein voller Erfolg. 64 Kinder nahmen unter der Aufsicht von 18 Betreuerinnen und Betreuern am Spiele-Rundkurs teil. An acht Stationen mussten Punkte gesammelt werden. Töpfern, Scherbensuchen, Bogenschießen, Sandsackwerfen, Helme basteln – überall war man mit Begeisterung dabei. Kleine Mauern wurden mit alten Backsteinen aufgebaut und einen Ritterfilm schaute man sich ebenfalls an.
Zum Abschluss gab es Spaghetti mit unterschiedlichen Soßen und jedes Kind ging mit einem selbstgebastelten Armband, einem Lesezeichen oder einem Schlüsselanhänger nach Hause.
  3. Tag des offenen Denkmals 8.September
Der Verein „Freunde Reilinger Geschichte e.V.“, der Arbeitskreis Burg Wersau sowie der BUND (Hockenheimer Rheinebene) gestalten in diesem Jahr gemeinsam den „ Tag des Offenen Denkmals“.
Zwei Themen um das ehemalige Buggelände waren vorbereitet: „Die Kissel: Burg und Wässerwiesen“ und „Die Burg unter der Grasnarbe – Burg Wersau – ein unbequemes Denkmal?“
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten auch in diesem Jahr die Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand um die abgegangene Burg zu informieren. Die Führungen zu den Ausgrabungsflächen und den umliegenden Kisselwiesen fanden regen Anklang. Auch bei der vom Arbeitskreis Burg Wersau zusammengestellten kleinen Ausstellung über die Grabungsfunde hörte man interessiert den Ausführungen zu.
Viele gute Gespräche zeigten den „Wersauern“ erneut, dass ihr Konzept in der Bevölkerung Anklang findet und die Burg Wersau kein unbequemes“ sondern ein unbedingt erhaltungswürdiges Denkmal auch für künftige Generationen darstellt.
Wer weiterlesen möchte:
und
  4. Historisches Schmankerl
Auf der Internetseite der Spargelgemeinde Reilingen kann man sich unter dem Schlagwort „Geschichte“ über Reilingens Vergangenheit und die ehemalige Bedeutung von Burg Wersau informieren.
Heute habe ich Ihnen einen kleinen historischen Leckerbissen beigefügt: Kurfürst Friedrich IV. (regierte von 1592 – 1610) führte ein Tagebuch. Unter anderem hielt er auch Aufenthalte auf der Wersau fest. Herzallerliebst zu lesen, wie ich finde. Schauen Sie selbst unter:
Mit den besten Grüßen
Ihre
Marlene Klaus

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