Neues von der Burg Wersau – Sendschreiben Nr.4

Neues von der Burg Wersau

Sendschreiben des Fördervereins Burg Wersau

Januar 2013

 

Liebe Mitglieder des Fördervereins Burg Wersau!

Hier kommen die Neuigkeiten rund um unsere ehemalige Burg.

 

 

 

1. Aus dem „Neujahrsrundschreiben“ unseres 1. Vorsitzenden Dirk Müller

„Viele Gespräche mit der Dorfgemeinschaft haben gezeigt, wie stark die Unterstützung der Bürger aus Reilingen und dem Umland für unser Projekt Wersau inzwischen geworden ist. Das bisher aktionsreichste Jahr der Wersauer geht zu Ende. Wir haben viel erreicht, vieles entdeckt und noch mehr bewegt. Dass nicht alle Entwicklungen in unserem Sinne verlaufen sind liegt in der Natur der Sache. Rückschläge gehören dazu und schärfen das Profil. Nicht der Bericht der Archäologen war enttäuschend, sondern der Wille Einiger, diesen möglichst negativ auszulegen. Der Bericht enthält viele erfreuliche Punkte und zeigt spannende Möglichkeiten für die Zukunft auf für jene, die bereit und in der Lage sind positive Zukunftsentwicklungen umsetzen zu wollen. Wer stets nur Schwierigkeiten sieht und auch in anderen Bereichen positive Entwicklungen zu bremsen versteht statt eine positive Zukunft der Gemeinde optimistisch mitzugestalten, der wird das in jeden Bericht auch so hineininterpretieren.

Lasst uns gemeinsam mit den positiven Kräften der Bürger, der Gemeinde und ihrer Verwaltung daran arbeiten, die spannende und bedeutungsvolle Geschichte unserer Region, die sich im Wersauer Boden über Jahrtausende erhalten hat, weiter zu erforschen und zu bewahren. Gerade mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen in aller Welt und im Herzen Europas gilt heute mehr denn je: Nur wer die Geschichte kennt, begreift die Gegenwart.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen von Herzen ein wundervolles und glückliches Jahr 2013 und eine weitere erfolgreiche Saison auf der Wersau.

Euer Dirk Müller“

 

    2. Vortrag über Burg Wersau im Kurpfälzischen Museum in Heidelberg

Dr. Folke Damminger vom Regierungspräsidium Karlsruhe, Ref. 26 (Denkmalpflege) hält am Mittwoch, 16.1.2013 um 19 Uhr im Kurpfälzischen Museum in Heidelberg einen Vortrag mit dem Titel „Die Niederungsburg Wersau“ (Gemeinde Reilingen, Rhein-Neckar-Kreis) – Ergebnisse der Ausgrabungen 2010 ff.

Eintritt: € 3,-

Kurpfälzisches Museum Heidelberg

Hauptstraße 97

69117 Heidelberg

Telefon: 06221 58–34020

https://www.museum-heidelberg.de/servlet/PB/menu/-1_l1/index.html

 

3. Winterfeier auf der Burg

Unsere traditionelle Winterfeier auf der Burg am Samstag, 19. Januar beginnt bereits um 18 Uhr (und nicht wie im Dezember Rundschreiben mitgeteilt um 19 Uhr!). Bitte bringt Teller/Besteck/Tassen/Kaffeebecher selbst mit. Wir sehen uns in der „Burgschenke“ auf dem Wersau Gelände. Bis dann!

 

4. Nacharbeiten der vergangenen Saison

Die Saison 2012 liegt hinter uns, doch zu tun gibt es nach wie vor. Sämtliche Ausstellungssachen, die bei der Hockenheimer Ausstellung gezeigt worden waren, wurden in die Räumlichkeiten auf dem Burggelände zurückgebracht und aufgeräumt. Hella Müller und Helga Petermann waschen und sortieren noch immer Scherbenfunde und legen Dokumentationen an. Ihnen und allen Helfenden herzlichen Dank!

 

5. Rückblick Ausstellung der Fundstücke in der Zehntscheune Hockenheim

Im Dezember konnten sich Interessierte die Ausstellung der Wersau-Funde im Hockenheimer Tabakmuseum anschauen. Hella und Dieter Müller sowie Uwe Behrens vom Arbeitskreis Burg Wersau waren vor Ort im Dienst und beantworteten Fragen und erteilten Auskünfte. Es seien interessante Gespräche mit zum Teil sehr fachkundigen Besuchern zustande gekommen, berichtete Hella Müller. Dieter Müller führte kleine numismatische Exkursionen durch und erzählte einiges über die Geschichte des Geldes.

Die Ausstellung, in der unter anderem der große Holzbalken vom Brückengraben, die schönsten Kacheln sowie ein kurfürstliches Glasgefäß gezeigt wurden, war ein voller Erfolg.

Wer einen detaillierten Bericht lesen möchte, findet diesen auf Reilingens Internet Seite:

https://www.reilingen.de/2317_DEU_WWW.php?&publish[id]=290503

 

6. Vorstellung: 1. Vorsitzender Dirk Müller

Dirk Müller ist in Reilingen aufgewachsen, wo er auch heute noch lebt. Nach seiner Ausbildung bei der Deutschen Bank in Mannheim arbeitete er bei verschiedenen Firmen, handelte mit Bundesanleihen und stellte Aktienkurse auf dem Frankfurter Parkett. Er wurde durch das hessische Wirtschaftsministerium zum Börsenmakler vereidigt. Sein Arbeitsplatz lag fast 10 Jahre lang direkt unter der großen Anzeigetafel mit dem Dax-Chart. Dadurch erhielt er Interviewanfragen; TV-Interviews, Vorträge und Zeitungsberichte rund um den Globus folgten. Irgendwann tauchte in den Medien die Titulierung „Mister Dax“ auf. Damit war sein Spitzname geboren. Anfang 2009 erschien sein Bestseller „C(r)ashkurs“, 2012 folgte sein zweites Buch „Cashkurs“, das es bereits kurz nach Erscheinen auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste schaffte.

Dirk Müller ist Geschäftsführer der Finanzethos GmbH und außerdem Betreiber der Internetseite cashkurs.com.

Er fühlt sich seiner Heimat sehr verbunden und liebt den Gemeinschaftsgeist sowie die ganz besondere Art der Reilinger. Nichts Schöneres, als beim Waldfest mit alten Freunden aus Schultagen ein Bier zu trinken.

Die Begeisterung für alles Geschichtliche hat er wohl von seinem Vater übernommen, der diesbezüglich immer aktiv war. Dirk Müller macht sich im privaten wie im beruflichen Alltag für ein harmonisches Miteinander der ganzen Gesellschaft stark, von der alle profitieren und nicht nur ein paar wenige. Verlässlichkeit, Humanismus und hanseatische Kaufmannsehre sind die Grundlage einer solchen Gesellschaft.

 

 

Mit den besten Grüßen

Ihre

Marlene Klaus

Neues von der Burg Wersau – Sendschreiben Nr.3

Neues von der Burg Wersau

Sendschreiben des Fördervereins Burg Wersau

Dezember 2012

 

Liebe Mitglieder des Fördervereins Burg Wersau!

Hier kommen die Neuigkeiten rund um unsere ehemalige Burg.

 

Im Dezember Sendschreiben finden Sie:

  1. Dendrochronologie – Altersbestimmung anhand von Jahresringen
  2. Winterfeier auf der Burg
  3. Ausstellung der Fundstücke in der Zehntscheune Hockenheim
  4. Adventsmarkt in Reilingen
  5. Reihe: „Fund & Fiktion“
  6. Reihe: Vorstellung Vorstandsmitglieder: Verantwortliche für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marlene Klaus

 

1. Dendrochronologie

Anfang November 2012 erhielt das DendroLabor Trier einen Balkenquerschnitt aus der Burg Wersau per Post, um dessen Alter zu bestimmen. Frau Dr. Sibylle Bauer legte einen ausführlichen Bericht vor, dessen Ergebnis besagt, dass unser Holzbalken vom Brückengraben „mit einiger Wahrscheinlichkeit“ aus dem Jahr 1634 stammt. Er könnte zwischen 1642 und 1662 geschlagen worden sein.

2. Winterfeier auf der Burg
Am 19. Januar 2013 begehen wir unsere traditionelle Winterfeier auf der Wersau. Sämtliche Mitglieder und ihre Familien sind herzlich eingeladen, am Rückblick auf das vergangene Jahr und Ausblick auf das kommende teilzunehmen. Beginn ist ab 19 Uhr in der „Burgschenke“ auf dem Wersau Gelände. Etwas zum Buffet beizusteuern ist nie verkehrt. Warm anziehen ist ebenfalls ratsam, obwohl unser Raum geheizt ist. Kommt zahlreich, je enger wir zusammenrücken, desto gemütlicher wird es.
3. Ausstellung der Fundstücke in der Zehntscheune Hockenheim

Am 7. Dezember 2012 wurde die Ausstellung der Wersau-Funde im Hockenheimer Tabakmuseum eröffnet. Ansprachen hielten Alfred Rupp vom Verein für Heimatgeschichte Hockenheim, Philipp Bickle vom Verein Freunde Reilinger Geschichte, Hella Müller vom Arbeitskreis Burg Wersau sowie Eckart Palutke von meikel.tv. Nachdem Willi Krüger vom Arbeitskreis Burg Wersau die Eröffnungsfanfare geblasen hatte, konnte man sich einer Führung durch die Ausstellung mit Hella Müller anschließen. Zur Einstimmung las Benny Schaich-Lebek seine Geschichte „Die Waldglasflasche“ (siehe auch Punkt 4) vor.

Die Ausstellung, in der unter anderem der große Holzbalken vom Brückengraben, die schönsten Kacheln aus diesem und letztem Jahr (gefunden von Manfred Gegner) sowie ein kurfürstliches Glasgefäß gezeigt werden, kann noch bis zum Ende des Monats zu den Öffnungszeiten des Tabakmuseums besichtigt werden: Dienstag bis Donnerstag und jeden zweiten Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr. Feiertags geschlossen, Gruppen nach Vereinbarung, der Eintritt ist frei.

4. Adventsmarkt in Reilingen

Der Stand vom „Arbeitskreis Burg Wersau“ auf dem Reilinger Adventsmarkt erfreute sich großer Beliebtheit. „Wersauer Gluter“ und Gulaschsuppe „nach Knappenart“ oder „Hexenfeuer“ wurden gut angenommen. Gerne versammelte man sich um das wärmende Feuer unseres Schmieds Jürgen Dörfer.

Danke an alle Mitwirkenden und Helfenden!

5. Fund & Fiktion

In dieser Reihe wollen wir hin und wieder jenen, die Lust und Laune auf Lektüre verspüren, eine kleine fiktive Geschichte zu einem Fund aus den Ausgrabungen präsentieren. Sie erscheinen auf dem privaten Blog unseres Schatzmeisters Benny Schaich-Lebek, dessen Geschichte „Die Waldglasflasche“ Sie unter dem unten angegebenen Link finden. Er trug sie bei der Eröffnung der Ausstellung der Wersau-Funde im Hockenheimer Tabakmuseum vor.

https://wersauer-geschichten.blogspot.de/2012_10_01_archive.html

6. Vorstellung Verantwortliche für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marlene Klaus

Marlene Klaus ist Jahrgang 1960 und lebt in Hockenheim.

Nach ihrer Ausbildung zur Sortimentsbuchhändlerin arbeitete sie einige Jahre in Buchhandlungen in Speyer, Ludwigshafen und Neulußheim. Danach sammelte sie Erfahrungen als Taxifahrerin, Kellnerin, Postbotin und Datenbanksachbearbeiterin.

Ihre wahre Berufung jedoch sieht sie im Schreiben. Nach Veröffentlichungen kurzer Geschichten in Anthologien, erschien 2011 ihr erster historischer Roman „Beschützerin des Hauses“, für den sie 2006 ein Arbeitsstipendium des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden Württemberg erhielt. Schauplätze sind Hockenheim und Reilingen inklusive Burg Wersau. Im Herbst 2012 erschien ihr zweiter Roman „Das Buch des Kurfürsten“. Außerdem ist sie Mitautorin des Quo Vadis-Gemeinschaftsromans „Die vierte Zeugin“, den zwölf Autorinnen und Autoren gemeinsam schrieben.

Seit sie durch ihre Nachforschungen zum ersten Roman auf die Wersau stieß, weiß sie um die Bedeutung der ehemaligen Burg für die regionale Geschichte. Um diese mehr ins öffentliche Bewusstsein zu heben, hat sie sich dem Arbeitskreis und nun dem Förderverein Burg Wersau angeschlossen.

Ihre Freundinnen und Freunde mögen ihr munteres Wesen und ihre offene Art.

 

Der Förderverein Burg Wersau wünscht allen Mitgliedern eine frohe und segensreiche Feiertags- und Winterzeit

sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Herzlich

Ihre

Marlene Klaus

Neues von der Burg Wersau – Sendschreiben Nr.2

 

Neues von der Burg Wersau

Sendschreiben des Fördervereins Burg Wersau

November 2012

 

Liebe Mitglieder des Fördervereins Burg Wersau!

Es gibt einiges zu berichten. Wir haben festgelegt, die Neuigkeiten rund um unsere ehemalige Burg zum jeweils 15. eines Monats zu verkünden.

Und wir wollen, dass Sie uns kennen. Deshalb stellt sich Ihnen in jedem Sendschreiben ein Mitglied des Vorstands vor.

 

Im November Sendschreiben finden Sie:

  1. Burggelände
  2. SWR 4 zu Aufnahmen in Reilingen
  3. Film zum „Tag des offenen Denkmals“ auf der Wersau
  4. Ausstellung der Fundstücke in der Zehntscheune Hockenheim
  5. Adventsmarkt in Reilingen
  6. Füllhorn: Weitere Informationen zur Wersau
  7. Reihe: „Fund & Fiktion“
  8. Reihe: Vorstellung Vorstandsmitglieder: Zweite Vorsitzende Birgit Maier

 

  1. 1.      Burggelände

Inzwischen haben Hella und Dieter Müller alles winterfertig gemacht. Das bedeutet, auf sämtliche Mauern wurde Styropor oder Geo-Vlies gelegt. Darüber kamen zweilagig wasserfeste Planen. Für unsere vereinseigene Zeltplane mussten 120 Euro Reparatur gezahlt werden. Sämtliche Gerätschaften wie Spaten, Rollsieb und Spachteln wurden gründlich gesäubert und eingeölt, damit sie nicht rosten. Die Scherben der diesjährigen Ausgrabungen werden derzeit gewaschen, sortiert, beschriftet und in entsprechende Behältnisse gebettet. Die schönen Keramikteile bekommen einen Sonderplatz, möglicherweise werden sie den Ausstellungsexponaten hinzugefügt (siehe Punkt 4).

 

  1. 2.      SWR 4 zu Aufnahmen für die Sendung „Morgenläuten“ in Reilingen

Die Sendung „Morgenläuten“ gibt Vereinen und Gemeinden die Möglichkeit sich in Kurzform vorzustellen. Das nutzten Philipp Bickle der erste Vorsitzende des Vereins „Freunde Reilinger Geschichte e.V.“, sowie Hella Müller vom „Arbeitskreis“ und Dirk Müller vom „Förderverein Burg Wersau“, um dem Reporter Martin Gärtner einiges über Reilingen und die ehemalige Burg Wersau zu erzählen. Die Ausstrahlung der Sendung war Anfang November.

Mehr dazu im Internet unter:

https://www.reilingen.de/3234_DEU_WWW.php?&publish[id]=283637&publish[start]=

 

  1. 3.      Film zum „Tag des offenen Denkmals“ auf der Wersau

Im September 2012 wurde auf dem Burggelände der „Tag des offenen Denkmals“ abgehalten. Das Ehepaar Palutke aus Brühl, bekannt für faszinierende Filme über unsere Region (Leimbach, Kraichbach, Saalbach), sowie Peter Lemke, ehemaliger Radiosprecher und jetzt ehrenamtlich als Geschichtenerzähler in Kindergärten und Schulen tätig, haben das Ereignis für meikel.tv gefilmt. Die Mitglieder des „Arbeitskreises Burg Wersau“ konnten bei ihrem monatlichen Treffen im Oktober den Film bereits anschauen. Er enthält unter anderem Interviews von Herrn Dr. Damminger, Regierungspräsidium Karlsruhe, sowie Herrn Prof. Dr. Meier, Archäologie für Ur- und Frühgeschichte von der Universität Heidelberg.

Der Film wird bei der bevorstehenden Ausstellung im Tabakmuseum Hockenheim gezeigt werden (siehe Punkt 4).

Auch im Internet ist eine etwa 7 minütige Kurzversion zu sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=BNfuInuih4c

 

  1. 4.      Ausstellung der Fundstücke in der Zehntscheune Hockenheim

Im Dezember werden die Ergebnisse und Funde der vergangenen Grabungssaison im Rahmen einer Ausstellung präsentiert. Diese findet im Hockenheimer Tabakmuseum statt. Eröffnung ist am Freitag, 7. Dezember 2012 um 19:00 Uhr. Unser Herold Willi Krüger wird die Eröffnungsfanfare blasen. Gezeigt werden unter anderem der große Holzbalken vom Brückengraben, die schönsten Kacheln aus diesem und letztem Jahr (gefunden von Manfred Gegner) sowie ein kurfürstliches Glasgefäß, ein sehr schönes Käsesieb und die Glasbrombeeren.

Der Film zum „Tag des offenen Denkmals“ (siehe Punkt 3) läuft ebenfalls.

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Tabakmuseums zu besichtigen: Dienstag bis Donnerstag und jeden zweiten Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr. Feiertags geschlossen, Gruppen nach Vereinbarung, der Eintritt ist frei.

 

  1. 5.      Adventsmarkt in Reilingen

Auf dem Reilinger Adventsmarkt werden der „Arbeitskreis Burg Wersau“ und die Mitglieder des „Fördervereins“ mit einem Stand anwesend sein. Sie finden uns neben der Zufahrt zur Tiefgarage beim Rathaus. Neben dem „Wersauer Gluter“, einem Dornfelder Glühwein, können Sie sich auf zweierlei Gulaschsuppe freuen: „nach Knappenart“ und „Hexenfeuer“ – letztere für jene, die es gern scharf mögen.

Aufgrund unserer Philosophie verwenden wir Maisstärkeschüsseln und Holzlöffel.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

  1. 6.      Füllhorn: Weitere Informationen zur Wersau

Im Internet gibt es außerdem ein Filmchen vom „Tag der offenen Wersau“ von Oliver Doell zu sehen. Er entstand im Januar 2011:

https://www.clipfish.de/video/3498097/die-burg-wersau-unter-der-grasnarbe-reilingen-film-nr-1/

Und wer noch mehr wissen will, findet beim Internet-Auftritt der Gemeinde Reilingen weiteres: https://www.reilingen.de/3350_DEU_WWW.php

 

  1. 7.      Fund & Fiktion

In dieser Reihe wollen wir hin und wieder jenen, die Lust und Laune auf Lektüre verspüren, eine kleine fiktive Geschichte zu einem Fund aus den Ausgrabungen präsentieren. Sie erscheinen auf dem privaten Blog unseres Schatzmeisters Benny Schaich-Lebek, der in dieser Ausgabe den Auftakt mit einer Episode um das Messer macht, das im vergangenen Sommer gefunden wurde. Viel Vergnügen!

https://wersauer-geschichten.blogspot.de/2012/09/landsknecht-messer.html

  1. 8.      Vorstellung: Zweite Vorsitzende Birgit Maier

Birgit Maier ist 1963 geboren und lebt in Reilingen. Sie ist verheiratet und hat zwei bereits erwachsene Kinder.

Nach einer Krankenpflegeausbildung im Klinikum Mannheim absolvierte sie zusätzlich eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. Viele Jahre war sie als Krankenschwester in der Universitäts-Hautklinik Heidelberg tätig. Seit 2004 arbeitet sie in einer Dermatologischen Praxis in Hockenheim.

In der Vergangenheit waren sie und ihr Mann aktiv als Gewandete auf historischen Treffen dabei. Sie singt regelmäßig im gemischten Chor „sing2gether“ in Reilingen. Ihre Freundinnen und Freunde sagen über sie, sie sei eine gute Zuhörerin, habe großes Interesse an Neuem und bewahre auch gerne das Alte. Seit mehreren Jahren engagiert sie sich beim „Arbeitskreis Burg Wersau“. „Ich interessiere mich für die Wersau, weil ich darin großes Potenzial sehe, etwas für unsere Kinder und Enkel zu erforschen und zu erhalten, das ihnen ihre Herkunft etwas näher bringt als nur Geschichtsbücher. Sie wird dadurch persönlicher und erlebbarer“, sagt Birgit Maier.

 

Neues von der Burg Wersau – Sendschreiben Nr.1

Neues von der Burg Wersau – Sendschreiben des Fördervereins Burg Wersau

 

Liebe Mitglieder des Fördervereins Burg Wersau!
Seit der Gründung unseres Vereins sind nun einige Tage ins Land gegangen.
Weshalb das erste Sendschreiben von der Burg auch umfangreich ausfällt.

Künftig wollen wir einmal im Monat Neuigkeiten rund um unsere ehemalige Burg verkünden. Sie werden also fortan öfter von mir, Marlene Klaus, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Verein, etwas zu lesen bekommen.

Im ersten Sendschreiben September 2012 finden Sie die Ereignisse des regen Sommers 2012 zusammengefasst.

  1. Lehrgrabungen auf dem ehemaligen Burggelände im Bereich der heutigen Schlossmühle:
    Am 8. September endete die Grabungssaison. Acht Studentinnen und Studenten von der Universität Heidelberg führten unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Meier während des Sommers Lehrgrabungen durch. Finanziert wurden diese hauptsächlich vom Regierungspräsidium Karlsruhe, Landesamt für Denkmalpflege. Die Gemeinde Reilingen stellte aus dem Haushaltsetat 10.000 Euro. Dr. Thomas Damminger vom Regierungspräsidium Karlsruhe leitete die Koordination zwischen Gemeinde, Universität und Arbeitskreis Burg Wersau.

Die Arbeiten:

Mühl- und Burggraben wurden angegraben, zahllose Scherbenfunde wurden geborgen. Das Landesamt für Denkmalpflege wertet diese aus. Bereits jetzt lässt sich sagen, dass die Funde hauptsächlich dem 16. Jahrhundert zuzuordnen sind. Doch auch bronzezeitliche Keramikteile förderten die Gräberinnen und Gräber zutage. Diese wanderten zur Universität Heidelberg, wo eine genaue Datierung festgelegt wird.
Unter den Mauern, die bisher freigelegt wurden, fanden sich alte Holzbalken, auf denen die Mauern ruhten. Die Verantwortlichen entschlossen sich, etwas Holz zu entnehmen und es an der Universität ebenfalls einer Altersbestimmung zu unterziehen.
Kinder:
Auch die Kleinen betätigten sich gerne als Archäologen. Unter der Aufsicht von Hella Müller buddelten sie begeistert im Kindergrabungsfeld, welches das Landesamt für Denkmalpflege einrichtete. Ganze Schulklassen suchten nach der ehemaligen Burg, groß war die Aufregung, als sie einen Silberanhänger fanden. Im Rahmen des Kinderferienprogramms schaufelten etwa 35 Nachwuchsarchäologen Sand und Geröll. Es war für alle ein tolles Erlebnis.

 

  1. Besuch:
    Anfang August interessierten sich auch die regionalen Medien für unsere Burg. Innerhalb einer Woche klopften die Schwetzinger Zeitung, die Rhein-Neckar Zeitung, der SWR Rundfunk sowie der SWR 1 Baden Württemberg an die Tore. Unter den alten Apfelbäumen ließen sie es sich bei Schmaus und Trank wohlergehen. Die Versorgung übernahm der Förderverein.

  2. 9. September 2012, Tag des offenen Denkmals, eine Initiative der Deutschen Stiftung Denkmalschutz:

Gut 400 interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger strömten am 9. September zum ehemaligen Burggelände. Bei den turnusmäßig angebotenen Führungen konnten sie sich über den Stand der Grabungsarbeiten informieren. An den Grabungsschnitten erklärte zunächst Dr. Folke Damminger vom Regierungspräsidium Karlsruhe die Vorgehensweise anhand der geophysikalischen Untersuchungen. Diese messen Widerstände im Boden, „wo Mauern sind, gibt’s Ausschlag“. An den aussagekräftigsten Schnitten begann man zu graben. Manfred Benner, ebenfalls vom Regierungspräsidium Karlsruhe, erläuterte nicht nur archäologisches Arbeiten selbst, sondern auch dessen Ergebnisse aus den Jahren 2010 und 2011, die die Grundfesten des Turms und dessen Einbindung in die ehemalige Wehrmauer erkennen ließen. Prof. Dr. Thomas Meier von der Universität Heidelberg beleuchtete schließlich die Vorgehensweise der Lehrgrabungen vom Sommer 2012: Die vorjährigen Funde ließen die Suche nach der Kernburg sinnvoll erscheinen. An zwei Schnitten wurde gearbeitet. Was dort zum Vorschein kam, lässt folgende Schlussfolgerungen zu: Eine Erbauung der Burg im frühen 13. Jahrhundert kann als gesichert angenommen werden. Die Vorburg ist relativ gut erhalten, von der eigentlichen Burg fehlen bisher Spuren. Als mögliche Erklärung hierfür sei ein vollkommenes Abtragen der Überreste im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert möglich.

Spannend und interessant fanden die Besucherinnen diese Informationen. Sie konnten ihre Meinung den Fragebögen anvertrauen, die das Projekt „Archäologie und Öffentlichkeit“ unter der Leitung von Petra Tillessen M.A. vorbereitet hatte, welches die Lehrgrabungen flankierte. Hierbei geht es darum, dass Forschung, Wissenschaft und Archäologie ja nicht im luftleeren Raum stattfindet, sondern Auswirkungen auf Bevölkerung und Gemeinde hat. Dies in einem Bedeutungszusammenhang zu sehen, ist Ziel des Projekts, dessen Auswertung veröffentlicht werden soll.

Dass der Wissensdurst groß ist, konnte man vor Ort bereits sehen. Die Besucher fanden sich nicht nur zu den Führungen zahlreich ein, auch bei der vom Arbeitskreis Burg Wersau zusammengestellten kleinen Ausstellung über die Grabungsfunde gab es Andrang. Die Mannschaft vom Regionalfernsehen meikel.tv filmte und führte Interviews. Auf dem gesamten Gelände unterhielt man sich in kleinen und größeren Gruppen, saß man bei strahlendem Spätsommersonnenschein im Schatten der alten Apfelbäume und genoss Kaffee, Kuchen, kühle Getränke und „Schnitzelweck“. Der Förderverein Burg Wersau, der die Bewirtung übernommen hatte, konnte am Tagesende auf eine erfolgreiche Bilanz zurückschauen.